der Tischler, Möbelmacher, Schreiner, Schreinerin, Tischlerin, Zimmermann
Anton Ortner (Tischler) • Bernd Tischler • Heike Tischler • Heinrich Tischler • Josef Tischler • Joško Tischler • Otto Tischler • Tischler (Begriffsklärung)
métier : filière du bois (fr)[Classe]
fabricant de meubles (fr)[Classe]
métier: menuiserie (fr)[Classe]
spécialiste (fr)[Classe]
Fabrikler; Fabriklerin; Fabrikarbeiter; Fabrikarbeiterin; Arbeiter; Arbeiterin[ClasseParExt.]
métier : catégorie socio-professionnelle (fr)[Classe...]
métier : transformation (secondaire) (fr)[ClasseParExt...]
menuiserie (travail du bois) (fr)[Classe]
(Möbelstück; Möbel), (Möblierung; Einrichtung)[termes liés]
(Kunst)[termes liés]
Fachmann, Geselle, Gesellin, Handwerker, Handwerkerin, Handwerksmann, Handwerksmeister[Hyper.]
métier de l'ébénisterie (fr)[Classe]
Facharbeiter; Facharbeiterin; Fachfrau; Fachkraft; Fachmann[Classe]
artisan (fr)[ClasseParExt...]
commerçant (fr)[Classe...]
ébénisterie (fr)[PersonneQuiFait]
Hinterwäldler[Hyper.]
Tischler (n.)
Hinterwäldler[Hyper.]
Tischler (n.)
Tischler oder Schreiner ist ein Beruf, der sich auf die Holzbearbeitung und Oberflächenbehandlung von Holz spezialisiert hat. Dazu wird der Bau von Möbeln bis hin zu Bauelementen im Sinne der Holztechnik gerechnet. Eine historische Berufsbezeichnung für Tischler ist Kistler.
Die Tischlerei oder Schreinerei ist die Werkstatt des Tischlers.
Der Schutzheilige der Tischler ist St. Josef.
Inhaltsverzeichnis |
Je nach Region des deutschen Sprachgebietes hat dieses Handwerk einen anderen Namen. Nach dem Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bern/München 1977, Karte 20, ist die regionale Verteilung wie folgt:
Das Wort Schreiner leitet sich von Schrein (= Truhe, Sarg, Kiste, Schrank) ab, während das Wort Tischler von Tisch abgeleitet wird, wobei zu beachten ist, dass man damals unter einem Tisch eine Kiste verstand (daher auch die alternativen Berufsbezeichnungen Kistler beziehungsweise Kistner). Nicht mehr gebräuchlich sind die historischen Bezeichnungen Kistenmacher und Tischmacher.
Kunstschreiner werden seit dem 17. Jahrhundert auch Ebenisten genannt.
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Von der Zimmerei spaltete sich seit dem 12. Jahrhundert die Tischlerei ab[1]. Es ist somit ein altes und angesehenes Handwerk. Die Tischler fanden sich schon früh in einer Zunft zusammen in einer ersten Ordnung mit Lehrling, Geselle und Meister. Dieses Handwerk wird den kreativen Berufen zugeordnet. Das einstige Berufsimage jedoch, das etwa der Ein-Mann-Möbelherstellungsbetrieb des Meisters Eder in der Fernsehserie „Pumuckl“ verkörpert hatte, beginnt sich heute mehr und mehr aufzulösen. Tatsächlich haben die bundesdeutschen Tischlereien nur rund 8 % Anteil am Möbelmarkt. Die Industrialisierung, der damit verbundene technische Fortschritt im Maschinenbau und die Entwicklung neuer Werkstoffe haben das handwerkliche Berufsbild merklich verändert. Dazu zählt auch die Fertigungstechnik CNC.
In den 1980er und 1990er Jahren rangierte der Beruf dauerhaft unter den beliebtesten Ausbildungsberufen. Seit den 2000er Jahren jedoch sind die Zahlen von Auszubildenden und von Ausbildungsbetrieben bundesweit um etwa die Hälfte zurückgegangen. Die Ursachen liegen in den sich ändernden Ausbildungswünschen der Jugendlichen und in der wirtschaftlich schwierigen Situation der handwerklichen Ausbildungsbetriebe.
Viele Tischlereien nennen sich Bau- und Möbeltischlerei, da somit fast die ganze Tätigkeitsbandbreite abgedeckt ist. Daneben gibt es Spezialisierungen bei Bautischlern, wie Fensterbau, Türenbau, Treppenbau, Bodenleger, Messebau, Saunabau. Im Möbelbau sind Vollholzmöbel oder Küchen solche Spezialbetriebe. Beim Ladenbau oder Innenausbau (Wand- und Deckenverkleidungen) handelt es sich einerseits um die Herstellung in der Werkstatt, andererseits um die Montage vor Ort.
Der Bautischler stellt feste Bestandteile eines Gebäudes her und baut sie ein. Dazu gehören Fenster, Türen und Treppen. Wichtig ist hierbei die direkte Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken. Es entstehen Gemeinsamkeiten und Abhängigkeiten mit dem Zimmermann, Maurer, Glaser, Maler und Lackierer, Restaurator und anderen Berufen.
Traditionell fertigt der Möbeltischer die „mobile Ausstattung“ eines Gebäudes, dazu zählen Tische, Schränke, Bänke, Truhen. Das Wort Möbel kommt vom lateinischen Begriff mobilis = beweglich.
Die Modelltischlerei ist ein Handwerk, das in Gießereien entstanden ist. Der Modelltischler fertigt nach einer zweidimensionalen Zeichnung ein dreidimensionales Modell als Vorstufe für Gussformen. Vor der Einführung der computergestützten Konstruktion war diese Arbeit sehr verbreitet um sich „ein Bild zu machen“, so fertigte der Modelltischler auch Modelle von chemischen Anlagen um einen Überblick bei Rohrleitungen zu erhalten.
Es besteht die Möglichkeit der Ausbildung im Handwerk zum Tischler oder in der Industrie zum Holzmechaniker. Die Ausbildung des Holzmechanikers verläuft ähnlich einer Tischlerlehre.
In Deutschland durchläuft der angehende Tischler eine dreijährige Berufsausbildung, wovon das erste Jahr als Berufsgrundbildungsjahr beziehungsweise Berufsgrundschuljahr (BGJ) im Vollzeitunterricht an Berufsschulen stattfinden kann[2]. Im Berufsgrundbildungsjahr findet sowohl eine theoretische wie auch praktische Ausbildung (Fachpraxisunterricht in der Werkstatt der Berufsschule) statt. Im Fachpraxisunterricht werden vor allem Grundfertigkeiten im Umgang mit Handwerkzeugen anhand der Techniken der Holzverbindungen (Zinken, Nut und Feder, Dübeln, Überplatten) vermittelt. Das Suchen des Ausbildungsplatzes findet oft erst während des Berufsgrundbildungsjahres statt.
Zumindest das zweite und dritte Ausbildungsjahr wird in einer Tischlerei absolviert. Einen Tag in der Woche oder in Blockform einige Wochen pro Jahr findet ein Berufsschulbesuch statt. Innerhalb der Lehrzeit finden Kurse zur Oberflächenbehandlung („TSO 1 und 2“, nur regional), ein Lehrgang für die Handwerkszeuge, und Maschinenlehrgänge („TSM1, 2 und 3“) statt.
Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung und im positiven Fall mit der Aushändigung eines Gesellenbriefes. Die Prüfung enthält neben dem theoretischen Teil und unter Aufsicht erstellten Arbeitsproben auch das eigenständige Entwerfen und Anfertigen eines Gesellenstücks. Das kann ein Einzelmöbels, Teil einer Inneneinrichtung oder eines Bauteiles (Fenster, Tür oder Treppe) sein. Je nach dem Schwerpunkt in der Ausbildung kann der angehende Bau- und Möbeltischler nach Absprache selber wählen, was gebaut wird.
Die Ausbildungsinhalte sind ähnlich wie in Deutschland und die Berufsausbildung erfolgt im dualen System an Berufsschulen und bei einschlägigen Lehrbetrieben des Tischlereihandwerks oder der Holz verarbeitenden Industrie.[3] Voraussetzung für den Beginn der Lehre ist das Absolvieren der neun Pflichtschuljahre. Die meisten Lehrlinge besitzen aber einen Abschluss der Hauptschule oder der Polytechnischen Schule.
In Österreich dauert die Lehre drei Jahre und wird mit der Lehrabschlussprüfung abgeschlossen. Diese gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Fachkunde, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen. Die praktische Prüfung setzt sich aus einem Fachgespräch und einer Prüfarbeit zusammen. Bei dieser Prüfarbeit soll nach Angabe der Prüfungskommission die Bearbeitung eines betrieblichen Arbeitsauftrags durchgeführt werden, wobei sich die Aufgabe auf die Herstellung eines Werkstücks (Gesellenstücks) mit Berücksichtigung der Arbeitsplanung, Qualitätskontrolle, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz erstreckt.
Die Ausbildung zum Schreiner mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis dauert vier Jahre. Die Ausbildungsorte sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse.
Die Berufsschule ist einmal die Woche ein Tag. Die Fächer sind:
Die Berufsmatur ist berufsbegleitend oder nach der Lehre möglich.
Die überbetrieblichen Kurse umfassen 10 Wochen
Die Teilprüfung ist nach drittem Lehrjahr.
Im vierten und damit letzten Lehrjahr wird die Fachrichtung (Möbel/Innenausbau oder Bau/Fenster) vertieft.
Der Abschluss setzt sich aus IPA (Individuelle Produktivarbeit) und LAP (Lehrabschlussprüfung) zusammen.
Die Ausbildung zum Schreinerpraktier mit eidgenössischem Berufsattest dauert in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildungsorte sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse.
Die Berufsschule ist einmal pro Woche.
Die überbetrieblichen Kurse umfassen 7 Wochen.
Die Weiterbildungsmöglichkeit besteht darin, eine Lehre zum Schreiner zu machen.
Zur beruflichen Fortbildung steht der Gesellin oder dem Gesellen die Möglichkeit offen, den Meisterbrief zu erwerben oder sich in einer zweijährigen Fachschule zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik, dem sogenannten Holztechniker/in, oder dem staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Raumgestaltung oder Innenausbau fortzubilden.
Seit dem 14. Juli 2004 haben sich die Möglichkeiten der Fortbildung für das Tischler- und Schreinerhandwerk erweitert. Mit diesem Datum sind die drei Aufstiegsfortbildungen geprüfter Kundenberater/geprüfte Kundenberaterin, geprüfter Fertigungsplaner/geprüfte Fertigungsplanerin und geprüfter Fachbauleiter/geprüfte Fachbauleiterin in Kraft getreten. Diese bundeseinheitlichen Fortbildungen sind ein Angebot an die Gesellen, als Funktionsebene, zur Weiterbildung im Tischlerhandwerk. Sie können auf Teile der Meisterprüfung angerechnet werden.
Zur beruflichen Weiterbildung gehört auch die Möglichkeit, sich als Restauratorin oder Restaurator fortzubilden.
Schreiner und Tischlerinnen, die sich für Gestaltung interessieren und darin professionell weiterbilden wollen, können sich in einer der Akademien oder Fachschulen für Gestaltung zum Gestalter/in im Handwerk oder staatl. gepr. Gestalter (versch. Fachrichtungen) weiterqualifizieren. Das geht in einem einjährigen Vollzeitkurs oder in zwei Jahren berufsbegleitend. Die Akademien für Gestaltung sind an ihre jeweiligen Handwerkskammern angebunden. Sie werden auch Werkakademien genannt. Praktisch über ganz Deutschland verteilt finden sich diese Weiterbildungseinrichtungen, die Kasseler Werkakademie für Gestaltung und die Akademie für Gestaltung in München.
Die Ausbildung an staatlichen Fachschulen, die mit der Berufsbezeichnung staatl. gepr. Gestalter abschließt dauert zwei Jahre. Sie kann aber wenn der Technikerabschluss vorliegt um ein Jahr verkürzt werden, Fachschule Holztechnik & Gestaltung HGH Hildesheim. Teile dieser Ausbildung werden auf die Meisterprüfung angerechnet. Bekannte Institute sind die Berner Fachhochschule BFH in der Schweiz und die Schule für Gestaltung – Folkwangschule, Werkgruppe Holz in Deutschland.
Neben facheinschlägigen Fortbildungskursen können sich österreichische Tischler und Tischlerinnen in verwandten Lehrberufen, wie Bootbauer, Holztechniker oder Fertigteilhausbauer mit verkürzter Lehrzeit ausbilden lassen. Für die Ausbildung zum Meister müssen entsprechende Kurse besucht werden. Die Meisterprüfung erleichtert den Zugang zur selbstständigen Berufsausübung (Handwerksberechtigung), ist aber nicht zwingend notwendig.[4] Für Höherqualifizierungen an Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten braucht man in Österreich meistens die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung), die sich aus der Lehrabschlussprüfung und vier weiteren Prüfungen zusammensetzt. Ein Tischler muss mindestens 24 Jahre alt sein um Ausbilden zu können.
Zur täglichen Arbeit der Tischlerin und des Tischlers gehören eine Vielzahl von Handwerkzeugen, leichten Handmaschinen und schwereren Maschinen.
Der Beruf des Tischlers ist eine klassische Männerdomäne. 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in den drei deutschsprachigen Ländern nicht über 10,3 Prozent.
Bekannte Möbeldesigner – unter ihnen einige Tischler – sind:
Conteùdo de sensagent
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